Mandarin Oriental Savoy

60 | 61  Du 932 In den 1950er-Jahren wandelte sich Hongkong von einer britisch- kolonialen Hafenstadt zu einem bedeutenden Produktions- und In- dustriezentrum. Der Zustrom von Kapital und Arbeitskräften aus China sowie vorteilhafte Steuerregelungen zogen eine beträchtliche Zahl ausländischer Investitionen an. Man konnte förmlich spüren, wie der Wirtschaftsmotor lief, wenn er ohne kostspielige Regulierun- gen einfachmachen durfte, was er wollte. Die Stadt begann, Textilien, Elektronik, Uhren und andere Waren mit dem Label «Made in Hong Kong» zu exportieren, was den Beginn einer neuen Ära für die Region markierte. Hier liess man sich in 24 Stunden Anzüge und Hemden schneidern, und irgendwie schienen alle technischen Geräte billiger zu sein als anderswo. Vor diesem Hintergrund entschied der Vorstand der Hongkong Land Investment and Agency Company Limited am 7. Juli 1960, das 1899 erbaute neoklassische Queen’s Building abzureissen und an Asiatisches Erbe Das Mandarin in Hongkong und das Oriental in Bangkok gehörten nicht immer zusammen. Erst seit den 1970er-Jahren vereinten sich die beiden legendären Hotels und firmieren seit- her unter einem Namen. Gemeinsamkeiten hatten sie aber vorher schon viele: herausragenden Service, weltberühmte Gäste und aussergewöhn- liche Hoteldirektoren. Text ANDREAS AUGUSTIN Das Oriental in Bangkok diente schon im 19 . Jahr- hundert als luxuriöser Hafen für Reisende ins romantische Königreich Siam, heute Thailand.

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