Mandarin Oriental Savoy

8 | 9 Inhalt |  Du 932 5 Editorial 10 Impressum 82 Service Andreas Augustin 40 Wo Lola Montez vergeblich auf ihren Geliebten wartet Zürich hat sein erstes Grandhotel einem Vorarlberger zu ver- danken. Der gelernte Bäcker Johannes Baur war ein fin- diger Geschäftsmann und machte sein Hôtel Baur in kurzer Zeit zum Treffpunkt der europäischen Elite. Andreas Augustin 54 Revolutionäre Wurzeln Gault Millau kürte das Mandarin Oriental Savoy 2024 zum Hotel des Jahres 2025. Ein wesentliches Augenmerk der Tester fiel dabei auf das hoteleigene Orsini. Chefkoch Dario Moresco und sein Souschef Gianmarco D’Alonzo erhiel- ten sechzehn von neunzehn möglichen Punkten und einen Michelin-Stern. Es ist ein weiterer Höhepunkt des italie- nischen Restaurants, dessen Geschichte als erhaltene Urzelle des Hotels weit zurückreicht. Andreas Augustin 60 Asiatisches Erbe Das Mandarin in Hongkong und das Oriental in Bangkok gehörten nicht immer zusammen. Erst seit den 1970er-Jahren vereinten sich die beiden legendären Hotels und firmieren seither unter einem Namen. Gemeinsamkeiten hatten sie aber vorher schon viele: herausragenden Service, weltberühmte Gäste und aussergewöhnliche Hoteldirektoren. W.Somerset Maugham 72 Vom Wert der Freiheit Folgende Episode aus W. Somerset Maughams Leben ist seinem Reisebuch The Gentleman in the Parlour entnommen. Der Schriftsteller war, wie viele Literaten, regelmässiger Gast im Mandarin Oriental Bangkok, damals noch Oriental. In diesem Fall kurierte er dort eine Malariaerkrankung aus und erfand, geschwächt auf der Terrasse des Hotels liegend, ein Märchen, das im alten Siam spielt. Das erste Hôtel Baur, erbaut zwischen 1836 und 1838 . Entworfen hat das Haus der Schweizer Architekt Daniel Pfister. Seine klassizistische Form folgte dem Palladianismus, benannt nach dem italienischen Architekten Andrea Palladio, dessen Stil sich ab dem 16 . Jahrhundert von Venetien vor allem nach Grossbritannien und in die USA ausbreitete. Johannes Baur, der Gründer des «Urhotels» am Paradeplatz. Litho- grafie von Karl Friedrich Irminger, publiziert von Knüsli Zürich, 1847 .

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